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Amazon PPC vs Google Ads

Detaillierter Vergleich: Unterschiede, Vor- und Nachteile beider Plattformen für E-Commerce-Werbung.

Amazon PPC vs Google Ads

Wichtigste Erkenntnisse

  • Amazon-Nutzer haben höhere Kaufabsicht als Google-Suchende
  • Google Ads bietet mehr Targeting-Optionen und Reichweite
  • Amazon PPC hat kürzeren Weg zur Conversion
  • Beide Plattformen können sich ergänzen

Kaufabsicht: Der entscheidende Unterschied

Der größte Unterschied zwischen Amazon PPC und Google Ads liegt in der Kaufabsicht der Nutzer. Wenn du verstehen möchtest, was Amazon PPC eigentlich ist und wie es funktioniert, wird schnell klar: Amazon-Nutzer befinden sich typischerweise bereits in der Kaufphase, während Google-Suchende oft noch in der Recherche- oder Informationsphase stecken.

Diese fundamentale Unterscheidung hat massive Auswirkungen auf deine Werbestrategie. Ein Nutzer, der auf Amazon nach "Bluetooth Kopfhörer" sucht, hat in den meisten Fällen bereits die Entscheidung getroffen, dass er Kopfhörer kaufen möchte. Bei Google hingegen könnte dieselbe Suche bedeuten, dass jemand Testberichte lesen, Preise vergleichen oder sich generell über die Technologie informieren möchte.

  • Amazon: ~90% Kaufabsicht bei Produktsuchen - Nutzer sind bereit zu kaufen
  • Google: Variable Kaufabsicht, oft informational - Nutzer befinden sich in verschiedenen Phasen der Customer Journey

Vergleich der Plattformen im Detail

Zielgruppe und Nutzerverhalten

Die Zielgruppen beider Plattformen unterscheiden sich grundlegend in ihrem Verhalten und ihren Erwartungen. Um diese Unterschiede strategisch zu nutzen, hilft es, den Amazon Marketing Funnel zu verstehen und zu wissen, in welcher Phase sich deine potenziellen Kunden befinden.

  • Amazon: Käufer mit konkreter Produktsuche und hoher Transaktionsbereitschaft. Sie vertrauen der Plattform und nutzen Prime-Vorteile.
  • Google: Breitere Zielgruppe in verschiedenen Funnel-Phasen - von der ersten Awareness bis zur finalen Kaufentscheidung.

Targeting-Optionen

Beide Plattformen bieten unterschiedliche Möglichkeiten, deine Zielgruppe zu erreichen. Amazon konzentriert sich auf produktbezogenes Targeting, während Google umfassendere demografische und verhaltensbasierte Optionen bietet.

  • Amazon: Keywords, Produkte, Kategorien, Audiences, ASIN-Targeting, Marken-Targeting
  • Google: Keywords, Demographics, Interests, Remarketing, Custom Audiences, Lookalike Audiences, In-Market Segments

Conversion-Pfad und Attribution

Der Weg von der Anzeige zum Kauf unterscheidet sich erheblich. Bei Amazon ist der Conversion-Pfad direkt und messbar, während Google oft mehrere Touchpoints erfordert.

  • Amazon: Kurz und direkt - Anzeige → Produktseite → Kauf. Alles passiert auf einer Plattform mit nahtloser Checkout-Erfahrung.
  • Google: Länger und komplexer - Anzeige → Website → evtl. mehrere Touchpoints → Kauf. Erfordert eigene Landing Pages und Conversion-Tracking.

Vorteile Amazon PPC

Amazon PPC bietet einzigartige Vorteile für Verkäufer, die ihre Produkte direkt auf dem Marktplatz bewerben möchten. Ein wichtiger Faktor dabei ist das Verständnis des ACoS (Advertising Cost of Sale), der die Effizienz deiner Kampagnen misst.

  • Hohe Kaufabsicht der Nutzer: Amazon-Besucher sind kaufbereit und suchen aktiv nach Produkten
  • Integrierte Checkout-Infrastruktur: Keine eigene E-Commerce-Lösung nötig, Amazon übernimmt Zahlung und Versand
  • Prime-Vorteil für Conversions: Prime-Mitglieder konvertieren deutlich besser durch kostenlosen Versand und Vertrauen
  • Einfachere Attribution: Direktes Tracking innerhalb der Amazon-Plattform
  • Organische Ranking-Boost: Verkäufe durch PPC verbessern auch das organische Ranking
  • Niedrigere Einstiegshürde: Kein eigener Shop, keine komplexe Technik erforderlich

Vorteile Google Ads

Google Ads bietet Möglichkeiten, die über den reinen Produktverkauf hinausgehen. Besonders interessant wird es, wenn du Google Ads Traffic zu Amazon leitest - eine Strategie, die beide Welten verbindet.

  • Größere Reichweite: Zugang zu Milliarden von Suchanfragen weltweit, nicht nur kaufbereiten Nutzern
  • Mehr Targeting-Optionen: Demografisches Targeting, Interessen, Remarketing und vieles mehr
  • Video-Werbung (YouTube): Möglichkeit für visuelles Storytelling und Markenbildung
  • Markenaufbau außerhalb von Amazon: Eigene Brand aufbauen, unabhängig von Amazon
  • Display-Netzwerk: Visuelle Anzeigen auf Millionen von Websites
  • Volle Kontrolle über Kundendaten: Eigene Kundenlisten für Remarketing und CRM

Kostenvergleich: ACoS vs. ROAS

Die Erfolgsmessung unterscheidet sich zwischen beiden Plattformen. Bei Amazon wird typischerweise der ACoS verwendet, während Google Ads meist mit ROAS (Return on Ad Spend) arbeitet. Beide Metriken messen letztendlich dasselbe - die Rentabilität deiner Werbeausgaben - nur aus unterschiedlichen Perspektiven.

Amazon PPC hat oft niedrigere Klickkosten bei höherer Conversion-Rate, was zu einem besseren Gesamtergebnis führen kann. Google Ads erfordert typischerweise höhere Investitionen in Landing Pages und Conversion-Optimierung, bietet aber mehr Skalierungsmöglichkeiten.

Wann welche Plattform nutzen?

Die Wahl zwischen Amazon PPC und Google Ads hängt von deinen Zielen, deinem Produkt und deiner Gesamtstrategie ab. Wenn du die Grundlagen von Amazon PPC verstehst und den Marketing Funnel berücksichtigst, kannst du die richtige Entscheidung treffen.

  • Amazon PPC bevorzugen: Für direkte Produktverkäufe auf Amazon, wenn du schnelle Ergebnisse willst und deine Produkte bereits auf der Plattform gelistet sind
  • Google Ads bevorzugen: Für Markenbekanntheit, Traffic auf eigene Shops, komplexere Produkte mit Erklärungsbedarf, oder wenn du eine eigene Kundenbasis aufbauen möchtest
  • Beide kombinieren: Für maximale Reichweite und eine Full-Funnel-Strategie. Du kannst sogar Google Ads nutzen, um Traffic auf deine Amazon-Listings zu leiten

Synergieeffekte: Beide Plattformen kombinieren

Erfahrene Verkäufer nutzen oft beide Plattformen in Kombination. Google Ads kann beispielsweise genutzt werden, um Markenbekanntheit aufzubauen und potenzielle Kunden in den Marketing Funnel zu bringen. Wenn diese Kunden dann auf Amazon nach deiner Marke oder deinem Produkt suchen, fängt Amazon PPC sie ab und führt sie zum Kauf.

Diese Cross-Plattform-Strategie erfordert mehr Aufwand und Budget, kann aber zu deutlich besseren Gesamtergebnissen führen als die isolierte Nutzung einer einzelnen Plattform.

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Fazit: Die richtige Wahl für dein Business

Amazon PPC und Google Ads haben unterschiedliche Stärken und bedienen verschiedene Teile der Customer Journey. Für Amazon-Verkäufer ist Amazon PPC meist der effizientere Kanal für direkte Verkäufe, da die hohe Kaufabsicht der Nutzer zu besseren Conversion-Raten führt.

Google Ads hingegen ist unschlagbar für Markenaufbau, Reichweite und die Ansprache von Kunden in frühen Funnel-Phasen. Die Möglichkeit, externen Traffic von Google zu Amazon zu leiten, zeigt, dass beide Plattformen sich nicht ausschließen, sondern ergänzen können.

Letztendlich sollte deine Entscheidung davon abhängen, wo sich deine Zielgruppe befindet, welche Ziele du verfolgst und welche Ressourcen du zur Verfügung hast. Mit einem klaren Verständnis des ACoS und des Marketing Funnels bist du bestens gerüstet, um die richtige Strategie für dein Business zu entwickeln.